AVY Base

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Lawinenbulletins

Frankreich, Norwegen, Schweiz, Österreich, Schweden

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Aktualisiert 13.07.2026 18:42

Europäische Lawinengefahrenskala

Offizielle Skala der europäischen Lawinenwarndienste.

  • EAWS avalanche danger level 5

    5Sehr gross

    Schneedeckenstabilität

    Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil.

    Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit

    Spontan sind viele sehr grosse, mehrfach auch extrem grosse Lawinen zu erwarten, auch in mässig steilem Gelände.

  • EAWS avalanche danger level 4

    4Gross

    Schneedeckenstabilität

    Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt.

    Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit

    Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele große, mehrfach auch sehr grosse Lawinen zu erwarten.

  • EAWS avalanche danger level 3

    3Erheblich

    Schneedeckenstabilität

    Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mässig bis schwach verfestigt.

    Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit

    Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige große, vereinzelt aber auch sehr grosse Lawinen möglich.

  • EAWS avalanche danger level 2

    2Mässig

    Schneedeckenstabilität

    Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen nur mässig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt.

    Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit

    Lawinenauslösung ist insbesondere bei grosser Zusatzbelastung, vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Sehr grosse spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.

  • EAWS avalanche danger level 1

    1Gering

    Schneedeckenstabilität

    Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil.

    Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit

    Lawinenauslösung ist allgemein nur bei grosser Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur kleine und mittlere Lawinen möglich.

Typische Lawinenprobleme

Offizielle Problemtypen der EAWS.

  • Neuschnee

    Neuschnee

    Das Lawinenproblem hängt mit den aktuellen oder jüngsten Schneefällen zusammen. Entscheidend für das Neuschneeproblem ist die Höhe der zusätzlichen Belastung der bestehenden Schneedecke durch Neuschnee. Wie kritisch die Belastung ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie Lufttemperatur, Wind oder Eigenschaften der Altschneedecke ab.

  • Triebschnee

    Triebschnee

    Schneebretter entstehen, wenn loser Schnee in oberflächennahen Schichten (Neuschnee oder Altschnee) durch Wind verfrachtet und abgelagert wird.

  • Altschnee

    Altschnee

    Das Lawinenproblem hängt mit dem Vorhandensein einer oder mehrerer anhaltender Schwachschichten in der Altschneedecke zusammen. Zu diesen Schwachschichten gehören typischerweise kantige Kristalle, Tiefenreif (auch Becherkristalle oder „Schwimmschnee“ genannt) oder Oberflächenreif.

  • Nassschnee

    Nassschnee

    Das Lawinenproblem hängt mit der Schwächung der Schneedecke durch das Vorhandensein von flüssigem Wasser zusammen. Durch Schmelze oder Regen dringt Wasser in die Schneedecke ein.

  • Gleitschnee

    Gleitschnee

    Die gesamte Schneedecke gleitet auf glattem Untergrund (zum Beispiel Grashänge oder glatte Felsenzonen) ab. Hohe Aktivität von Gleitschneelawinen ist typischerweise verbunden mit einer mächtigen Schneedecke mit wenigen oder keinen Schwachschichten. Gleitschneelawinen können sowohl bei einer trockenen, kalten als auch bei einer nassen, 0°C-isothermen Schneedecke auftreten. Den Abgangszeitpunkt von Gleitschneelawinen vorherzusagen ist kaum möglich, obwohl sie sich meist durch Gleitschneerisse (sogenannte Fischmäuler) ankündigen.

  • Wechten

    Wechten

    Ein wellenförmiges Gebilde aus weichem oder hartem Triebschnee, oft überhängend.